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Julia Leser

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin des Forschungsprojekts

Studium: Universität Leipzig & Waseda Universität Tokyo, Japanologie (B.A.) und Politikwissenschaft (M.A.)

Julia Leser ist stellvertretende Leiterin des Forschungsprojekts und zuständig für die Erhebung in Thüringen

Das Forschungsvorhaben Fremde im eigenen Land? Eine Studie über die Veränderbarkeit nationaler Narrative mithilfe Politischer Laboratorien (kurz PoliLab) ist eine wichtige und zeitaktuelle Studie. Ich habe das Projekt mit Frau Prof. Rebecca Pates PhD und Frau Dr. Anne Dölemeyer zu Beginn des Jahres 2017 beantragt, als die öffentliche Debatte von der sogenannten Flüchtlingskrise, der Wahl von Donald Trump und der zunehmenden Etablierung rechtspopulistischer Parteien in weiten Teilen Europas dominiert wurde. Beunruhigend war dabei, wie emotional aufgeladen die politischen Diskussionen um Migration geführt wurden.

Diese persönliche Wahrnehmung ist aber auch mit meinem wissenschaftlichen Interesse verbunden: mein thematischer Schwerpunkt ist die Rolle von Affekten im Bereich des Staates, der Nation und der Zusammenhang von Emotion und Populismus. Meine Doktorarbeit mit dem Titel Feeling blue. Affective rationalities in vice squad policing ist eine ethnografische Studie, in der ich die Rolle von Gefühlen in der polizeilichen Arbeit untersucht habe.

Im Projekt PoliLab führe ich die Erhebung in Thüringen durch und koordiniere darüber hinaus den Forschungsbereich des Projekts – von Transkriptionsprozessen über die Auswertung der Ergebnisse bis hin zur späteren Aufbereitung in Publikationen. Ich begleite unsere Mitarbeiter*Innen, die in unterschiedlichen Regionen mit verschiedenen Personengruppen Erhebungen durchführen und diese zu den Themen Zugehörigkeit und Partizipation befragen.

Die ersten Gespräche offenbaren eine Vermutung, die ich auch persönlich erfahren habe: Es gibt stark unterschiedliche Erzählungen von und Emotionen gegenüber der Nation. Meine Hoffnung an das Projekt ist, dass Menschen aus unterschiedlichen Kontexten und Hintergründen miteinander ins Gespräch kommen, um über politische Fragen zu sprechen, die ihnen wichtig sind.

“Warum jetzt? Warum diese extreme Reaktion auf Migration? Und was hat das alles damit zu tun, wie wir uns als Nation verstehen?”

Julia Leser

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